{"id":738,"date":"2017-08-22T17:09:15","date_gmt":"2017-08-22T17:09:15","guid":{"rendered":"https:\/\/globalvas.wpengine.com\/de\/?p=738"},"modified":"2018-08-02T17:15:03","modified_gmt":"2018-08-02T17:15:03","slug":"vas-dairycomp-tipp-transition-fortsetzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/global.vas.com\/de\/blog\/2017\/08\/22\/vas-dairycomp-tipp-transition-fortsetzung\/","title":{"rendered":"VAS DairyComp Tipp: Transition &#8211; Fortsetzung"},"content":{"rendered":"[mk_page_section bg_position=&#8220;center center&#8220; bg_repeat=&#8220;no-repeat&#8220; padding_top=&#8220;50&#8243; padding_bottom=&#8220;50&#8243; el_class=&#8220;content&#8220; sidebar=&#8220;sidebar-1&#8243;][vc_column][vc_row_inner][vc_column_inner][mk_fancy_title tag_name=&#8220;h6&#8243; color=&#8220;#84a23d&#8220; size=&#8220;&#8220; letter_spacing=&#8220;&#8220; margin_top=&#8220;&#8220; margin_bottom=&#8220;&#8220; font_family=&#8220;none&#8220;]Uelzen[\/mk_fancy_title][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1533229773426{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]Im letzten Tipp \u00fcber FreshCow Management, wurde bereits angedeutet, dass es eine Fortsetzung zu anderen Bereichen in diesem Thema geben wird. Diese wollen wir Ihnen nicht vorenthalten und werden in diesem Newsletter darauf eingehen.<\/p>\n<p>Die Transitphase ist im Hinblick auf die folgende Laktation besonders wichtig, vor allem im Bereich Reproduktion, Zellzahl und f\u00fcr den Verbleib in der Herde. In DairyComp haben wir viele verschiedene M\u00f6glichkeiten herauszufinden, warum die Transitphase nicht von Erfolg gekr\u00f6nt war und wo wir die Schwachstellen finden. Aus diesem Grund, wollen wir uns dieses Mal ansehen, wie die L\u00e4nge der Trockenstehphase und die Zellzahl Einfluss auf die Transitphase und die Folgelaktation nehmen.<br \/>\nDie Trockenstehphase ist von Bedeutung, weil diese dem Eutergewebe die n\u00f6tige Zeit gibt sich zur\u00fcckzubilden. Ist die Trockenstehphase zu lang, k\u00f6nnen die Tiere zu dick werden, was zu Problemen nach der Kalbung f\u00fchrt. Ist sie zu kurz, kann es ebenso zu Problemen kommen. Studien zeigen, dass die optimale L\u00e4nge der Trockenstehphase zwischen 55 und 60 Tagen liegt, mit einem Ziel von etwa 60 Tagen. Den Unterschied zwischen langer und kurzer Trockenstehphase zeigt eine Grafik der Penn State Universit\u00e4t (Abbildung 1, siehe unten). Die Y-Achse zeigt die unterschiedliche Milchleistung (von -680kg zu +260kg), w\u00e4hrend die X-Achse die Trockenstehdauer (von 0-100 Tagen) zeigt.<\/p>\n[\/vc_column_text][mk_gallery images=&#8220;739&#8243; column=&#8220;1&#8243; image_size=&#8220;full&#8220; hover_scenarios=&#8220;slow_zoom&#8220;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1533229834912{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]In DairyComp kann man die Verteilung der Trockenstehdauer unter \u201eGUIDE &gt; TRANSITION &gt; TROCKENSTEHPHASE &gt; Entspricht die L\u00e4nge der letzten Trockenstehperiode der gew\u00fcnschten Dauer?\u201c (Abbildung 2, siehe unten), erfahren. Am Ende des Newsletters gibt es noch eine Info, wo die Grafiken in DairyComp zu finden sind.<\/p>\n[\/vc_column_text][mk_gallery images=&#8220;740&#8243; column=&#8220;1&#8243; image_size=&#8220;full&#8220; hover_scenarios=&#8220;slow_zoom&#8220;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1533229881369{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]Diese Darstellung ist besser geeignet f\u00fcr Auswertungszwecke als die durchschnittliche Dauer der Trockenstehphase. Durchschnittswerte sind stark verw\u00e4ssert und oftmals nicht genau genug, um Entscheidungen daraus zu treffen. Wenn es K\u00fche mit sehr langer und K\u00fche mit sehr kurzer Trockenstehdauer gibt, kann ein Durchschnitt trotzdem OK sein. Die Wahrheit kann aber ganz anders aussehen. Ziel ist es hier, herauszufinden wie viele Tiere \u00fcber die gew\u00fcnschte Dauer hinaus gehen, oder diese unterschreiten, um sich diese genauer anzusehen. F\u00fcr einige Ausrei\u00dfer mag es sicherlich gute Gr\u00fcnde geben, aber generell sollte \u00fcberpr\u00fcft werden, warum diese Tiere so lange trocken gestanden haben und ob man dies durch \u00c4nderungen im Arbeitsablauf \/Management beeinflussen kann. Bspw. Ist es eine \u00dcberlegung wert 2x pro Woche trockenzustellen?<\/p>\n<p>Somatische Zellzahl von frisch abgekalbten Tieren gibt ebenso Hinweise auf die Laktationsleistung. Tiere mit einer Zellzahl von \u00fcber 200.000 Zellen zu Beginn der Laktation haben auch eine geringere Milchleistung und werden wahrscheinlich auch nicht so schnell besamt bzw. tragend wie die Kolleginnen mit einer Zellzahl von unter 200.000 Zellen. K\u00fche, die in den ersten Wochen der Laktation bzw. zwischen der ersten Besamung und der Konzeption unter einer klinischer oder subklinischen Mastitis leiden, haben eine h\u00f6here Rastzeit und eine h\u00f6here Konzeptionsrate.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend einer Mastitiserkrankung werden Endotoxine durch Bakterien freigesetzt, wodurch es zum Anstieg von Kortisol im Blut kommt. Kortisol ist ein Hormon, dass die Aussch\u00fcttung und den Peak des LH\u2019s (Luteinisierendes Hormon) im Zyklus blockiert. Neben den Endotoxinen werden auch entz\u00fcndungsf\u00f6rdernde Stoffe (Zytokine) bei einer Mastitis freigesetzt, welche die Geb\u00e4rmutterschleimhaut zu vermehrter Prostaglandin-Produktion anregen. Dieses Prostaglandin kann eine Ursache f\u00fcr den embryonalen Fr\u00fchtod sein (NMC REGIONAL MEETING PROCEEDINGS, 2007).<\/p>\n<p>Auf einigen Betrieben ist das Thema Eutergesundheit das Grundproblem f\u00fcr unbefriedigende Reproduktionsleitungen, mit direktem Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit. Schaut man sich den Anteil der Tiere mit mehr als 100.000 Zellen direkt nach der Kalbung an, kann man die Situation ins Visier nehmen und die Entwicklung \u00fcber die Zeit verfolgen. Es ist wichtig zu erkennen, ob bestimmte Ma\u00dfnahmen zur Reduzierung greifen (Abbildung 3, siehe unten).<\/p>\n[\/vc_column_text][mk_gallery images=&#8220;741&#8243; column=&#8220;1&#8243; image_size=&#8220;full&#8220; hover_scenarios=&#8220;slow_zoom&#8220;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1533229912128{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]Ein weiterer Teilbereich, den man sich anschauen sollte ist die Infektionsrate w\u00e4hrend Trockenstehphase. In der Regel wird in dieser Phase versucht, erkrankte Euter zu heilen, indem man die Zellzahl senkt. Tiere sollten sich in dieser Phase auf keinen Fall neu infizieren. In Abbildung 4 (siehe unten) k\u00f6nnen wir eine solche Grafik anschauen. Die folgende Tabelle stellt die Zellzahl in logarithmischer Ausf\u00fchrung dar. Betr\u00e4gt die logarithmische Zellzahl den Wert 2, so entspricht das einer Zellzahl von 100.000 Zellen.<\/p>\n[\/vc_column_text][mk_gallery images=&#8220;742&#8243; column=&#8220;4&#8243; image_size=&#8220;full&#8220; hover_scenarios=&#8220;slow_zoom&#8220;][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1533230026939{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]Erl\u00e4uterung der 4 Felder (1-4):<\/p>\n<ol>\n<li>Anteil Tiere, die bei der ersten Kontrolle eine Zellzahl von mehr als 100.000 Zellen hatten. In diesem Fall: 10%, die nach der Trockenstehphase eine erh\u00f6hte Zellzahl hatten.<\/li>\n<li>Anteil Tiere mit einer chronisch hohen Zellzahl. Diese Tiere (gesamt 46%) hatten vor dem Trockenstellen, sowie danach eine Zellzahl von \u00fcber 100.000.<\/li>\n<li>Anteil gesunder Tiere mit unter 100.000 Zellen vor und nach der Transitphase. Hier insgesamt: 10%<\/li>\n<li>Anteil der Tiere, die mit einer Zellzahl von \u00fcber 100.000 Zellen in die Trockenstehphase gegangen sind und mit weniger als 100.000 Zellen in die neue Laktation gestartet sind. Hier sind das 34% der Tiere.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die 4 Teile der Grafik zeigen alle Varianten, die zur \u00dcberpr\u00fcfung der Zellzahl rundum die Transitphase wichtig sind. Im 1. Quadranten sieht man den prozentualen Anteil zur Herde (10%) der mit erh\u00f6hter Zellzahl aus der Transitphase kommt. Diese Tiere sind mit einer Zellzahl von unter 100.000 Zellen in die Trockenstehphase gegangen und mit mehr als 100.000 Zellen in die neue Laktation gestartet. Im 2. Quadranten sind Tiere mit chronisch erh\u00f6hter Zellzahl, die sowohl beim Trockenstellen, als auch nach der Kalbung mehr als 100.000 Zellen hatten. In Quadrant 3 ist der Anteil der gesunden Tiere in der Herde zu finden und im 4. Quadrant sind die geheilten Tiere aufgef\u00fchrt. Das sind alle Tiere, die mit einer Zellzahl von unter 100.000 Zellen aus der Trockenstehphase rausgekommen sind.<\/p>\n<p>Ganz rechts in dem blauen Kasten kann man ablesen, wieviel Tiere bzw. wieviel Prozent der Herde, die in der Milchkontrolle waren, hatten insgesamt eine erh\u00f6hte Zellzahl bei der 1. Kontrolle nach der Kalbung (hier 56%). Direkt darunter im gr\u00fcnen Kasten findet man den prozentualen Anteil der zellzahlunauff\u00e4lligen Tiere nach der Kalbung (44%).<\/p>\n<p>Der gute Start in eine neue Laktation ist f\u00fcr Ihre Tiere sehr wichtig. Wenn Sie die Trockenstehphase erfolgreich managen, indem Sie<\/p>\n<ul>\n<li>die L\u00e4nge dieser Phase steuern (optimale Anzahl an Tagen in der Trockenstehergruppe)<\/li>\n<li>Ma\u00dfnahmen ergreifen die Zellzahl w\u00e4hrend dieser Phase zu senken<\/li>\n<li>verhindern, dass sich Tiere nach der Kalbung neu infizieren<br \/>\nk\u00f6nnen Sie sicherstellen, dass Ihre K\u00fche eine h\u00f6here Leistungsbereitschaft haben und einen guten Start in die neue Laktation.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quellen:<\/p>\n<ul>\n<li>NMC Regional Meeting Proceedings: Ricardo C. Chebel: MASTITIS EFFECTS ON REPRODUCTION, 2007<\/li>\n<li>Pamela L. Ruegg et.al.: IMPACT OF MASTITIS ON REPRODUCTIVE PERFORMANCE; DVM, MPVM, Paul Fricke, PhD &amp; Maria Jose Fuenzalida, University of WI, Dept. of Dairy Science, Madison WI USA, 2015<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ansci.illinois.edu\/static\/ansc438\/Lactation\/dryperiod.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/ansci.illinois.edu\/static\/ansc438\/Lactation\/dryperiod.html<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.extension.umn.edu\/agriculture\/dairy\/milk-quality-and-mastitis\/mastitis-effects-on-reproduction\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.extension.umn.edu\/agriculture\/dairy\/milk-quality-and-mastitis\/mastitis-effects-on-reproduction\/<\/a><\/li>\n<\/ul>\n[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/mk_page_section]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[mk_page_section bg_position=&#8220;center center&#8220; bg_repeat=&#8220;no-repeat&#8220; padding_top=&#8220;50&#8243; padding_bottom=&#8220;50&#8243; el_class=&#8220;content&#8220; sidebar=&#8220;sidebar-1&#8243;][vc_column][vc_row_inner][vc_column_inner][mk_fancy_title tag_name=&#8220;h6&#8243; color=&#8220;#84a23d&#8220; size=&#8220;&#8220; letter_spacing=&#8220;&#8220; margin_top=&#8220;&#8220; margin_bottom=&#8220;&#8220; font_family=&#8220;none&#8220;]Uelzen[\/mk_fancy_title][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1533229773426{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]Im letzten Tipp \u00fcber FreshCow Management, wurde bereits angedeutet, dass es eine Fortsetzung zu anderen Bereichen in diesem Thema geben wird. 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